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Starte am besten mit Beitrag 1, um die Grundlagen zu verstehen.
Viele Menschen stellen sich die gleiche Frage:
Warum zeigt sich ein Symptom oft nicht in dem Moment, in dem etwas passiert, sondern erst später?
Um das zu verstehen, ist es notwendig, den zeitlichen Ablauf zu betrachten, nach dem dein Körper auf einen Konflikt reagiert.
Mit dem Konflikt-Erlebnisschock beginnt ein sogenanntes Biologisches Sonderprogramm im Körper – genau in dem Moment, in dem ein Ereignis als hoch-akut, dramatisch und isolierend erlebt wird und dich völlig unvorbereitet trifft.
Im weiteren Verlauf durchläuft ein solches Programm verschiedene Phasen.
Es startet mit der konfliktaktiven Phase und geht, sobald eine Lösung des Konfliktes erreicht wird, in die konfliktgelöste Phase über. Diese gliedert sich in eine erste Phase – die sogenannte Heilungsphase mit einer vorübergehenden Intensivierung – und eine zweite Phase der weiteren Regeneration, bevor der Prozess schließlich abgeschlossen ist.
Die konfliktaktive Phase haben wir bereits betrachtet.
Sie ist geprägt von innerem Stress und gedanklichem Kreisen um den Konflikt. Auffällig ist jedoch, dass diese Phase von vielen Betroffenen gar nicht bewusst wahrgenommen wird, da häufig noch keine deutlichen körperlichen Symptome auftreten.
Erst mit der Konfliktlösung kommt es zu einer spürbaren Veränderung.
Viele beschreiben diesen Moment so, als würde ihnen ein Stein vom Herzen fallen. Das ständige gedankliche Kreisen hört auf, Hände und Füße werden wieder warm, der Appetit kehrt zurück und oft nimmt man wieder an Gewicht zu.
Gleichzeitig treten jedoch auch Müdigkeit, Mattigkeit und ein erhöhtes Schlafbedürfnis auf.
Mit der Konfliktlösung schaltet der Organismus in die Heilungsphase.
In dieser Phase zeigen sich die meisten Symptome. Hier fühlt man sich häufig tatsächlich krank.
Der Körper beginnt nun, sich zu regenerieren und die zuvor entstandenen Veränderungen zurückzubilden. Dabei wird er durch Mikroorganismen wie Pilze, Pilzbakterien und Bakterien unterstützt, gesteuert durch das Gehirn.
Die Wiederherstellung der Körperfunktionen geht oft mit typischen Begleiterscheinungen einher, wie zum Beispiel Schmerzen, Schwellungen, Entzündungen, Eiterbildung, Fieber, Schüttelfrost oder Nachtschweiß.
Diese Symptome sind Ausdruck der Regenerationsvorgänge im Körper.
Neben diesem idealtypischen Verlauf – Konfliktschock, anschließende Lösung und vollständige Heilung – gibt es auch andere mögliche Entwicklungen.
Dazu gehören beispielsweise ein dauerhaft aktiver Konflikt oder eine sogenannte „hängende Heilung“. Auf diese Besonderheiten gehen wir ein, wenn wir uns im weiteren Verlauf genauer mit den sogenannten „Schienen“ beschäftigen.
Das bedeutet: Symptome entstehen nicht zufällig und auch nicht unbedingt in dem Moment, in dem dich etwas innerlich trifft.
Sie folgen einem bestimmten Ablauf.
Wenn du diesen Ablauf kennst, verändert sich dein Blick auf körperliche Reaktionen grundlegend. Du beginnst zu verstehen, dass das, was dein Körper zeigt, oft zeitlich versetzt auf etwas reagiert, das bereits vorher begonnen hat.
Damit stellt sich eine weitere entscheidende Frage:
Was genau verändert sich in dem Moment, in dem ein Konflikt nicht mehr aktiv ist?
Denn Symptome zeigen sich nicht einfach irgendwann, sondern stehen in direktem Zusammenhang mit dem Moment, in dem sich innerlich etwas verändert.
Im nächsten Schritt geht es darum zu verstehen, was eine solche Veränderung innerlich ausmacht – und wodurch sie überhaupt in Bewegung kommt.