4. Konflikte verstehen: Worum es wirklich geht

Neu hier?
Starte am besten mit Beitrag 1, um die Grundlagen zu verstehen.

Nicht das Ereignis an sich entscheidet darüber, wie dein Körper reagiert, sondern die Bedeutung, die es in dem Moment für dich hat. Diese Bedeutung entsteht nicht bewusst, sondern unmittelbar im Augenblick eines Konflikt-Erlebnisschocks.

Jeder Konflikt hat einen ganz bestimmten Inhalt. Dieser wird in dem Moment festgelegt, in dem der Konflikt-Erlebnisschock auftritt. Die Zuordnung geschieht dabei unwillkürlich und ohne bewusste Kontrolle – gewissermaßen am Verstand vorbei.

Das Unterbewusstsein ordnet den Konfliktinhalt im Falle eines solchen Schocks einem bestimmten biologischen Themenbereich zu. Dazu gehören beispielsweise Bereiche wie „Revier“, „Selbstwert“, „Trennung“ oder „Angst im Nacken“. Entscheidend ist dabei allein das subjektive Empfinden im Moment des Geschehens.

Ein Beispiel verdeutlicht das:
Ein sehr starker Selbstwerteinbruch wirkt sich grundsätzlich auf die Knochen aus und kann dort sogenannte Osteolysen (Abbauprozesse im Knochen) verursachen. Der genaue Konfliktinhalt bestimmt jedoch, an welcher Stelle im Skelett diese Veränderungen auftreten.

  • Ein „intellektueller Selbstwerteinbruch“ betrifft typischerweise die Halswirbelsäule.
  • Ein „sexueller Selbstwerteinbruch“ hingegen zeigt sich eher im Bereich der Beckenknochen.

Neben dem Selbstwert-Thema gibt es weitere typische Konfliktbereiche, die bestimmten Geweben oder Organen zugeordnet werden:

  • Drüsengewebe steht im Zusammenhang mit sogenannten Existenz- oder „Brocken“-Konflikten. Dabei geht es entweder um grundlegende Lebenssicherung (z. B. Existenzängste) oder im übertragenen Sinne um das „Erkämpfen“ von Dingen wie Geld, Besitz oder Erbschaft.
  • Lederhaut, Bauchfell, Rippenfell und Brustdrüsen werden mit Angriffskonflikten in Verbindung gebracht. Dazu zählen Erlebnisse, die als Angriff auf die eigene Integrität empfunden werden, ebenso wie Gefühle von Besudelung, Entstellung oder Sorge und Streit.
  • Gewebe des Bewegungsapparates (wie Sehnen, Knorpel, Muskeln und Knochen) sowie Hoden und Eierstöcke stehen im Zusammenhang mit Selbstwerteinbrüchen oder Verlustkonflikten.
  • Äußere Haut, Schilddrüse und Bauchspeicheldrüse werden typischerweise mit Trennungs- oder Revierkonflikten in Verbindung gebracht.

Diese Zuordnungen sollen verdeutlichen, dass der erlebte Konfliktinhalt – also die persönliche Bedeutung eines Ereignisses – eine zentrale Rolle dabei spielt, wie und wo sich eine Belastung im Organismus zeigt.

Das bedeutet: Zwei Menschen können die gleiche Situation erleben – aber ihr Körper reagiert unterschiedlich, weil der zugrunde liegende Konfliktinhalt ein anderer ist.

Wenn du verstehen willst, warum dein Körper genau so reagiert, reicht es daher nicht, nur das äußere Ereignis zu betrachten. Entscheidend ist, was es in dir ausgelöst hat.  


Im nächsten Schritt geht es darum, zu erkennen, warum Symptome oft nicht sofort auftreten, sondern zeitversetzt erscheinen – und wie der Verlauf eines Konfliktes dabei eine zentrale Rolle spielt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen