11. Attacke- und Besudelungskonflikte

Die Lederhaut und ihre Reaktion auf Angriff und Verletzung der Integrität

Hinweis für Quereinsteiger: Um die Zusammenhänge dieses Beitrags vollkommen logisch nachvollziehen zu können, hilft dir das Basiswissen. Starte am besten mit Beitrag 1 meiner Serie!


Nachdem wir uns im letzten Beitrag das große Fundament der fünf biologischen Naturgesetze angesehen haben, steigen wir nun mitten in die Praxis ein. Wir betrachten die erste konkrete Gewebeart und wie unser Körper auf eine ganz spezifische Form der Bedrohung reagiert: Angriffe auf unsere äußere oder innere Unversehrtheit.

Aus der Perspektive der Germanischen Heilkunde (GH) nach Dr. med. Ryke Geerd Hamer ist für diese Form der Abwehr ein ganz bestimmtes Gewebe zuständig: die Lederhaut (Corium). Sie liegt direkt unter unserer Oberhaut und dient evolutionär als biologischer Schutzschild.

Typische Erscheinungsformen

Wenn das Sinnvolle Biologische Sonderprogramm (SBS) der Lederhaut aktiv ist oder ausheilt, zeigt sich dies in der Praxis – je nach Phase und Verlauf – durch charakteristische Hautveränderungen, die klinisch unter anderem als folgende Diagnosen bekannt sind:

  • Melanom (Pigmentmal / Zellvermehrung in der aktiven Phase)
  • Gürtelrose (Herpes zoster / mikrobieller Abbau in der Heilungsphase)
  • Akne (pustulöse Veränderungen im Rückbau)

Der Konfliktinhalt

Das biologische Sonderprogramm der Lederhaut wird nicht durch beliebige Probleme gestartet, sondern durch ein ganz spezifisches Empfinden in der Sekunde des DHS (Konflikt-Erlebnisschock):

  • Der Attacke-Konflikt: Das Individuum erlebt einen realen körperlichen Angriff (einen Schlag, einen Stoß) oder einen verbalen Angriff (heftige Beleidigungen, massive Drohungen im Streit), der es völlig unvorbereitet trifft.
  • Der Besudelungs-Konflikt: Das Gefühl, im realen oder übertragenen Sinne beschmutzt, verunstaltet, entstellt oder verbal „mit Dreck beworfen“ worden zu sein. Auch das Erleben einer medizinischen Diagnose (z. B. eine Operationsnarbe oder Amputation) kann vom biologischen Empfinden als „Entstellung“ abgespeichert werden.

Die biologische Weichenstellung: Händigkeit

Da die Lederhaut embryologisch dem mittleren Keimblatt (Mesoderm) angehört und vom Kleinhirn gesteuert wird, spielt die biologische Händigkeit hier eine entscheidende Rolle. Sie bestimmt, auf welcher Körperseite das Symptom auftritt und gibt uns damit den direkten Hinweis auf das soziale Bezugssystem des Konflikts:

  • Beim Rechtshänder: Die rechte Körperseite steht für die Partnerseite (Bruder, Vater, Kollege, Nachbar, aber auch Feinde). Die linke Körperseite steht für die Mutter/Kind-Seite (die eigene Mutter oder die eigenen Kinder).
  • Beim Linkshänder: Hier ist die Zuordnung genau umgekehrt (links = Partner, rechts = Mutter/Kind).

Die aktuelle Hormonlage (Männlichkeit/Weiblichkeit) hat auf dieses Althirngewebe keinen modifizierenden Einfluss.


Die konfliktaktive Phase (ca-Phase)

Befindet sich der Betroffene nach dem DHS im Stress-Modus, arbeitet das Kleinhirn auf Hochtouren. An der Lederhaut passiert nun Folgendes:

  • Zellvermehrung: Es kommt zu einem kompakten Zellwachstum (Adeno-Hautkarzinom oder Melanom, wenn die Pigmentzellen beteiligt sind).
  • Dieser Prozess verläuft rein körperlich meist völlig schmerzlos und unbemerkt. Der Betroffene spürt jedoch die allgemeine Sympathikotonie: kalte Hände, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit und das zwanghafte gedankliche Kreisen um den Konflikt.

Der bio-logische Sinn

Dieses Wachstum ist kein Fehler der Natur, sondern ein hochentwickelter Abwehrmechanismus. Der Organismus verstärkt die Hautbarriere an genau der Stelle, an der die Attacke empfunden wurde. Es wird eine biologische „Panzerung“ aufgebaut, um künftige Angriffe an dieser Stelle mechanisch besser abwehren zu können.


Die Heilungsphase (pcl-Phase)

Sobald der Konflikt real gelöst ist (Konfliktlösung / CL), schaltet das System augenblicklich um auf den Reparatur-Modus (Vagotonie):

  • Der mikrobielle Abbau: Das in der Stressphase aufgebaute Schutzgewebe wird nun nicht mehr benötigt. Wenn die dafür notwendigen Mikroorganismen (Pilze und Tbc-Mykobakterien) im Körper vorhanden sind, beginnen sie jetzt mit ihrer Arbeit als biologische Müllabfuhr. Sie bauen das überschüssige Zellgewebe tuberkulös-verkäsend ab.
  • Die Symptomatik: Dieser biologische Aufräumprozess geht mit starker Entzündung, Schwellung, Rötung und Bläschenbildung einher. Klinisch zeigt sich dieses Phänomen – je nach Ausdehnung – oft als Gürtelrose (wenn es entlang der Segmentnerven verläuft) oder als pustulöse Akne.
  • Die Schmerzsymptomatik: Typisch für dieses Kleinhirngewebe in der Heilung sind heftige, brennende Schmerzen.

Die Epileptoide Krise

In der Mitte der Heilungsphase kommt es zu einer sog. Heilungskrise, die sich häufig durch Frösteln, kalten Schweiß oder ein kurzes, intensives Aufflackern der Schmerzsymptomatik bemerkbar macht, bevor der Körper den finalen Rückbau abschließt.


Erfahrungsbericht: Die Gürtelrose nach dem Erbstreit

Wie diese theoretischen Gesetzmäßigkeiten im realen Leben zusammenwirken, zeigt der folgende Beobachtungsfall einer betroffenen Frau:

Die Ausgangslage: 
Eine rechtshändige Frau sollte nach dem Tod ihrer Eltern gemeinsam mit ihrem Bruder das elterliche Doppelhaus übernehmen. Es kam über einen längeren Zeitraum zu keiner Einigung. Der Bruder verweigerte zunehmend jede Zusammenarbeit. Für die Schwester entstand eine belastende Situation, in der sie sich handlungsunfähig fühlte.
Das DHS (Der Konfliktschock):
Bei einem direkten Aufeinandertreffen eskalierte die Situation. Der Bruder reagierte äußerst aggressiv, erhob die Hand gegen sie und sprach eine deutliche Drohung aus. Für die Frau kam dies völlig unerwartet. Dieser Moment traf die Frau wie ein Schlag – völlig unvorbereitet, hochakut-dramatisch und isolativ. Ihr biologisches System assoziierte diese Drohung augenblicklich als massiven, unfairen Angriff auf ihre Integrität (Attacke-Konflikt).
Die konfliktaktive Phase (ca-Phase):
Von dieser Sekunde an lief das biologische Sonderprogramm im Hintergrund auf Hochtouren. Da es sich um den Bruder (ihre biologische Partnerseite) handelte und sie Rechtshänderin ist, reagierte die Lederhaut auf der rechten Körperseite (im Hals- und Schulterbereich). In den folgenden Wochen baute ihr Organismus dort unbemerkt die biologische Panzerung durch eine Zellvermehrung auf. Während dieser Zeit befand sie sich im spürbaren Dauerstress: Sie hatte eiskalte Hände, litt unter Appetitlosigkeit und Schlaflosigkeit, und ihre Gedanken kreisten zwanghaft Tag und Nacht um die Klärung der Erbangelegenheit.
Die Konfliktlösung (CL):
Nach wochenlangen quälenden Sorgen traf die Frau eine klare, radikale Entscheidung: Sie übergab den gesamten Fall einem Immobilienmakler, um ihren Erbanteil unabhängig zu verkaufen, und brach den direkten Kontakt zum Bruder komplett ab. Diese reale rechtliche und räumliche Distanz brachte die erlösende Erleichterung – die Gefahr war gebannt, der Konflikt biologisch gelöst.
Die Heilungsphase (pcl-Phase):
Noch in derselben Nacht schaltete ihr System komplett um in den Reparatur-Modus (Vagotonie). Am nächsten Morgen erwachte sie mit stark brennenden Schmerzen, Rötungen und flüssigkeitsgefüllten Bläschen auf der rechten Halsseite, die sich in den Tagen darauf noch weiter ausbreiteten.
Zwei Wege der Interpretation:

Am Beispiel dieser betroffenen Frau und der Erbstreitigkeit mit ihrem Bruder wird der fundamentale Unterschied zwischen den beiden medizinischen Denkmodellen greifbar.

Weg 1: Die klassische schulmedizinische Interpretation
Die Schulmedizin definiert die Gürtelrose als eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus (Windpockenvirus). Das Virus schlummere seit der Kindheit in den Nervenwurzeln. Der emotionale Stress des Erbstreits habe nun schlicht das Immunsystem geschwächt, wodurch das Virus reaktiviert wurde, am Nerv entlang zur Haut wanderte und dort die schmerzhafte Entzündung verursachte. Das Symptom gilt als Ausbruch einer Krankheit und als Fehler des Körpers.

  • Der Therapieansatz: Es werden Virostatika und starke Schmerzmittel verordnet, um das Virus zu bekämpfen und die Symptome zu unterdrücken.

Weg 2: Die Interpretation nach den biologischen Naturgesetzen
Hier wird die Gürtelrose nicht als Krankheitsausbruch verstanden, sondern als die hocheffiziente Heilungsphase (pcl-Phase) nach dem nun gelösten Attacke- und Besudelungskonflikt.

  • Die Sicht auf die Symptome: Der eigentliche biologische Stress fand während der zwei Monate des Erbstreits statt – dort baute die Haut schützend Zellen auf (Zellplus). Dass die Haut nun brennt und Bläschen bildet, ist das unmissverständliche Zeichen dafür, dass der Konflikt gelöst ist und der Körper das Schutzgewebe unter Entzündung wieder abbaut.
  • Der Therapieansatz: Da man weiß, dass sich der Körper im Reparaturprozess befindet, liegt der Fokus auf der Entlastung und Beruhigung des Organismus, ohne die mikrobielle Arbeit chemisch zu blockieren. Vor allem verliert diese Frau die Angst, weil sie versteht, dass die schmerzhaften Hautsymptome keine Fehlfunktion sind, sondern die logische Heilungsphase eines bereits gelösten biologischen Sonderprogramms.

Analyse des Erfahrungsberichtes:

Mithilfe des Leitfadens „Konflikte & Schienen erkennen“ lässt sich dieser Verlauf exakt decodieren:

  • Teil 0/1 (Basisparameter): Das Auftreten von brennendem Schmerz, Rötung und Bläschenbildung signalisiert eindeutig den Reparatur-Modus (Heilungsphase / pcl-Phase).
  • Teil 0 (Händigkeit): Die Lokalisation auf der rechten Körperseite verweist bei der rechtshändigen Frau exakt auf die Partnerseite (den Bruder).
  • Teil 2 (Konfliktzuordnung): Das Symptom (Gürtelrose) betrifft die Lederhaut, was uns biologisch zum Thema „Attacke- oder Besudelungskonflikt“ führt.
  • Teil 5 (Das DHS finden): Der zeitliche Rückrechner führt exakt zu dem Tag des eskalierenden Gesprächs und der verbalen Drohung.
  • Teil 7 (Konfliktlösung): Die Entscheidung, den Erbteil über einen Makler zu verkaufen, brachte die erlösende Distanz und war die reale Konfliktlösung.

Hast du dir den Leitfaden noch nicht heruntergeladen? Dann kannst du das jetzt hier nachholen, um deine eigenen Erfahrungen zu entschlüsseln:

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Leitfaden

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Fazit: Die Logik der inneren Panzerung

Dieses Fallbeispiel macht die faszinierende Präzision transparent, mit der unser Organismus auf empfundene Bedrohungen reagiert. Unser Gehirn unterscheidet biologisch nicht zwischen der physischen Kralle eines Raubtiers und einer verletzenden verbalen Drohung eines Mitmenschen – in beiden Fällen startet das System das Programm zur mechanischen Verstärkung unseres äußeren Schutzschildes.

Entscheidend für das Entstehen von Hautveränderungen ist daher niemals das objektive Ereignis an sich, sondern die subjektive Assoziation in der Millisekunde des DHS.

Wenn man diese biologischen Gesetzmäßigkeiten versteht, verliert auch ein intensiv brennendes Symptom wie eine Gürtelrose seinen bedrohlichen Charakter. Sie ist kein Zeichen des Versagens, sondern das unmissverständliche Signal, dass ein schwerer Konflikt erfolgreich gelöst wurde und der Körper sich nun im finalen, biologisch sinnvollen Aufräumprozess befindet.


Wie geht es weiter?

Auch im nächsten Beitrag wenden wir uns nochmal dem Konfliktthema der Attacke- und Besudelung zu.
In diesem Zusammenhang lohnt sich ein genauerer Blick auf eine häufige und oft missverstandene Erscheinungsform: Fuß- und Nagelpilz – als Ausdruck eines lokal erlebten Besudelungskonflikts und dessen Verlauf im Biologischen Sonderprogramm der Lederhaut.


Hinweis zur transparenten Einordnung: Die auf diesem Blog geteilten Inhalte, Fallbeispiele und Analysen beziehen sich auf die Erklärungsmodelle der Germanischen Heilkunde. Sie dienen ausschließlich der theoretischen Einordnung, der Schärfung der eigenen Körperbeobachtung sowie der Wissensvermittlung. Die Beschreibungen stellen keine medizinische Diagnosen, Therapieempfehlungen oder Heilversprechen dar und ersetzen im Krankheitsfall keinesfalls den Besuch oder die Behandlung bei einem qualifizierten Arzt oder Therapeuten.

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